Exkursion des Kindergartens

Kinder kommen mit Leid und Tod in Berührung und wir können sie nicht davor beschützen. Alltäglich ist Kindern der Anblick eines überfahrenen Igels oder Hasen, der Tod eines geliebten Haustieres, aber auch das Sterben eines altersschwachen Nachbarn oder einer kranken Oma.
Während viele Erwachsene Leid und Tod tabuisieren möchten – vielleicht weil wir Angst vor dem Sterben haben und uns Antworten auf viele Fragen fehlen – sind die meisten Kinder offen, neugierig, spontan und fantasievoll, auch im Blick auf dieses schwierige Thema.  Kinder haben ein Recht darauf, sich mit Sterben und Tod auseinander zu setzen, weil beides zu ihrem Leben dazu gehört.
Deshalb hat der Kindergarten Senfkorn nun zum dritten Mal in diesem November gemeinsam mit Pfarrer Teschner Tod und Leben zum Thema einer Veranstaltungsreihe mit den Vorschulkindern unseres Kindergartens gemacht:
Gestartet sind wir mit einem Bilderbuchkino: „Die besten Beerdigungen der Welt“. Es handelt von…Ester, Putte und der Ich-Erzählerin. Diese  gründen an einem langweiligen Tag ein Beerdigungsinstitut. Für alle toten Tiere, die sonst keiner beachtet. Sie wollen die besten Beerdigungen der Welt ausrichten! Mit Grab, Kreuz, Grabrede und Tränen. Unsere Vorschulkinder erzählten von ihren Erfahrungen mit Beerdigungen und erklärten uns, warum das Kreuz auf den Gräbern zu finden ist: „damit Jesus auch auf die Toten weiter aufpasst“.
Wir, die Erwachsenen sind nicht wissender als die Kinder, wenn es um Leben und Tod, Gott und die Welt geht. Wir bieten den Kindern unsere eigenen Glaubensvorstellungen und Hoffnungsbilder an, an und machen uns mit den Kindern auf die Suche: suchen nach Antworten, philosophieren, theologisieren, trauern und trösten.
Weiter ging es Tage später mit einem Besuch bei einem Bestatter. Die Kinder fragen ihn, wie er die besten Beerdigungen der Welt organisiert. Unsere Vorschulkinder durften sich Särge, Urnen, Decken und Kissen ansehen, Fragen stellen und zum Schluss sogar einen Sarg anmalen. Das Ergebnis war ein farbenfroher Sarg voller Blumen, Kreuze, Herzen, mit einem Haus, einer Sonne und einem blauen Himmel. So drückten die Kinder ihre Sicht darüber aus, was nach dem Tod kommt.
Eine zweite Exkursion führte uns eine Woche später auf den Städtischen Friedhof an der Heerstrasse. Die Kinder interviewten die Friedhofsgärtner, durften selbst einmal in das Führerhäuschen des Baggers klettern und nachher zuschauen, wie geschaufelt wurde. Anschließend haben die Kinder die Aufgabe bekommen, nach bestimmten Symbolen auf den Gräbern zu suchen. Freudestrahlend haben die Kinder zum Beispiele „ihre“ Symbole: Sonne, Baum, u.a. entdeckt und gemeinsam haben wir überlegt, was diese Symbole bedeuten: So geht die Sonne jeden Abend unter, „stirbt“ und geht dann am nächsten Morgen wieder auf. So ist es auch mit uns Menschen: irgendwann sterben wir und dann „stehen wir wieder auf und leben in Gottes Haus weiter“.
Den Abschluss unserer Reihe bildete ein Mini-Gottesdienst zum Thema. Die Geschichte von Jesu letztem Abendmahl wurde erzählt und wie Jesus seine Freunde über seinen nahenden Tod getröstet hat – immer wieder. In der Andacht wurde das Symbol des Hauses aufgegriffen: In Gottes Haus ist Platz für jeden. Im Kindergarten entstanden dann bunte Lichthäuser als Zeichen unserer Hoffnung, unseres Glaubens.
Das Projekt hat einen so guten Anklang bei den Kindern und Mitarbeitern des Kindergartens gefunden, das wir es auch im Nächsten Jahr wieder verändert anbieten werden. 

Bei uns war es stachlig!

Ein Igel

Vergangene Woche war die "Igelfrau" bei uns zu Besuch. Sie betreut im Herbst kleine Igel in ihrer privaten Igel–Station, damit diese gut über den Winter kommen.

In der Igel Station sind zur Zeit noch vier Igel wach. Die Igel wurden ihr auf Grund des zu geringen Gewichtes gebracht. Igel brauchen um Winterschlaf zu halten ein  Fettpolster.

Frau Herzog hat uns ihre Igel vorgestellt.
Die Kinder durften sie anfassen und streicheln.
Sie hat uns viel über Igel erzählt
und Fragen der Kinder beantwortete.

Mit einem Igel Gedicht und einem Buch
hat der Vormittag mit Frau Herzog seinen Abschluss gefunden.
Aber nächstes Jahr kommt sie wieder.

November 2013

 

 

 

Fair gefrühstückt?

Anstatt normale Brötchen und Schokocreme kann es ab jetzt in unserer Kita „Senfkorn“ auch mal faire Produkte, wie Bananen, Müsli, Kakao, Honig und Fair Trade Säfte geben, denn…

... wir möchten dauerhaft Faire Kita werden.

Um den Kindern und ihren Familien zu zeigen, dass gesunde faire Produkte genauso lecker sein können wie andere Produkte, werden in der nächsten Zeit verschiedene Projekte ins Auge gefasst. Das können sein :

Elternabende, Pressemeldungen, Eltern-briefe, Internetseite, gemeinsame Feierlichkeiten wie Elterncafés, Nachbarschaftsfeste, Tage der offenen Tür, Aktionszeiten wie die Faire Woche, Gedenktage wie der Tag gegen ausbeuterische Kinderarbeit (12.06.), Weltkindertag (20.09.) usw.

Aber auch kleine Aktion, die große Wirkung haben können. Faires Kinder-Frühstück, Forschungsprojekte und Entdeckungstouren, Geschichten, Faire Geburtstagsgeschenke und vieles mehr für unsere Senfkorn-Kinder.
Schon seit einigen Jahren gibt es in unserer Gemeinde einen Eine-Welt-Kiosk im Foyer der Kirche. Dort bieten wir vor und nach dem Gottesdienst und seit 2013 auch im Gemeindehaus  (in der Bücherei zu den Öffnungszeiten) die Gelegenheit zum Einkauf fair gehandelter Produkten.
Im Kern geht es darum, durch die Bezahlung eines fairen Lohns, der über dem jeweiligen Weltmarktpreis angesetzt ist, zu garantieren, dass dadurch Kinderarbeit unnötig wird, und der Schulbesuch der Kinder ermöglicht und eine medizinische Grundversorgung des Arbeiters und seiner Familie sichergestellt wird.
Unsere Gemeinde unterstützt den fairen Handel und bietet seit Jahren in den Gemeindegruppen und bei Veranstaltungen nur noch fair gehandelten Kaffee an. Nun möchten wir als Kindergarten mit dem Projekt „Faire Kita“  an diesem Prozess teilhaben. Mit der Beteiligung Faire Kita möchten wir einen kleinen Beitrag für die Vernetzung in der Gemeinde und der Verbreitung des  fairen Handels sorgen. Für unsere Kinder möchten wir eine Grundlage schaffen in dem wir nicht nur Wissen vermitteln wollen, sondern Kinder für das Leben stark machen, sich selbst und bewusst zu endscheiden und kleine Botschafter zu werden für andere Kinder und Länder. Bildung ist der Grundstein fürs Leben. Kinder tragen dies wichtige Element durch ihre kindliche Neugierde wie selbstverständlich an große Menschen heran , und bewegen sie durch ihren Enthusiasmus zum Mitmachen.
Wir vom Senfkorn wünschen uns, dass  wir viele Menschen durch Spaß und Freude  an der Sache erreichen!

Das Team vom Senfkorn